Musik

ZEICHNEN | BÜCHERBILDREIHEN | MUSIK | WAS MEINE ARBEIT ANBELANGT

„Die totale Abstraktion der Kunst, das ist die MUSIK.“ (Hanne Darboven) Der Umgang mit der Abstraktion in der Musik fasziniert mich. Eine Melodie, eine Tonfolge, ein Geräuschsequenz, einen Rhythmus steht erst einmal für sich, einfach weil jemand das erfunden oder gefunden hat – wie auch immer. Es hat etwas willkürliches, aber in der Regel ist es nicht beliebig, es steht in einer Tradition ist aber vielleicht trotzdem ganz neu. Es ist Material das bearbeitet, wiederholt und variiert, orchestriert, von verschiedenen Instrumenten interpretiert wird. Kontext / Konzepte / Mittel / die vollkommen abstrakten Elemente verdichten, vielleicht dann zu etwas Konkretem, fass- und benennbarem, das Haltung, Weltsicht und Weltverständnis zum Ausdruck bringt. Diesen Arbeitsansatz verfolge ich letztlich beim Zeichnen. Eine „fast“ neue Linie und dann Varianten von Varianten, verdichten durch Reihung und Reihen. So verspüre ich auch formal eine Nähe zu dem Konzept des Zyklus in der Musik; hier vor allem die Klavierzyklen von Ustvolskaya, Scelsi, Ligeti, Kurtág, Nancarrow, Hindemith, Schoenberg, Schostakowitsch usw.; Stücke ohne Vorspiel, kurz, eher klein, vielfältig und unterschiedlich, das einzelne Stück immer fragmentarisch, fragend, das nächste andeutend oder verweisend oder ganz anders, immer abstrakt. Der gesamte Zyklus dann mächtig und großartig. Ein Arbeitsansatz und eine Haltung.